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Cyberangriff: FBP-Präsidium fordert lückenlose Aufarbeitung durch unabhängige externe Experten

Parteibühne des FBP-Präsidiums

Der Cyberangriff auf das Verzeichnis der wirtschaftlich berechtigten Personen (VwbP) stellt einen schwerwiegenden Angriff auf die Integrität unseres Finanzplatzes und auf das Vertrauen der Einwohnerinnen und Einwohner in die staatliche Datenverwaltung dar. Dass Unbekannte umfassend auf sensible Personendaten zugreifen konnten, ist ein sicherheitspolitisches Problem von höchster Tragweite.

Das FBP-Präsidium begrüsst die bisherigen Massnahmen der Regierung. Die sofortige Abschaltung des VwbP, die Einsetzung einer Taskforce und das Offlinenehmen weiterer sensibler Systeme waren notwendig. Ebenso richtig ist es, dass Strafverfolgungsbehörden und das Amt für Informatik die forensischen Abklärungen mit Hochdruck vorantreiben.

Gleichzeitig kann eine von Regierungschefin Brigitte Haas und Justizminister Emanuel Schädler geleitete Taskforce eine unabhängige externe Aufarbeitung nicht ersetzen. Die Dimension des Datenlecks erfordert höchste Transparenz, um das Vertrauen in Liechtenstein und seine staatliche Datenverarbeitung wiederherzustellen. Deshalb fordert das FBP-Präsidium eine lückenlose, unabhängige Analyse durch externe, international anerkannte Experten. Nur so kann sichergestellt werden, dass alle Fragen ohne jeden Anschein von Befangenheit geklärt und Angriffe wie diese künftig bestmöglich vermieden werden.

Unser Land lebt vom Vertrauen in Diskretion und Rechtssicherheit. Der Angriff auf das VwbP schadet diesem Vertrauen massiv. Das FBP-Präsidium erwartet daher von der Regierung ein umfassendes Konzept, das den Schutz sensibler Register und Daten gewährleistet – mit klaren Kompetenzen und Zuständigkeiten, regelmässigen und wirksamen Überprüfungen sowie transparenter Kommunikation.

Auch wenn aktuell das VwbP betroffen ist, reicht die Bedeutung dieses Vorfalls weit darüber hinaus. Die Bevölkerung muss darauf vertrauen können, dass der Staat mit allen ihm anvertrauten besonders schützenswerten Daten – etwa im elektronischen Gesundheitsdossier, bei der elektronischen Steuererklärung und in weiteren staatlichen Systemen – höchst professionell und verantwortungsvoll umgeht. Dieses Vertrauen muss jetzt durch konkrete und nachvollziehbare Massnahmen wiederhergestellt werden.

Die FBP wird sich dafür stark machen, dass diese Forderungen umgesetzt werden.

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